MEIN
KLEINER ENGEL
MEIN
LIEBER GOTT, SAG DU MIR
NUR
SO DAHINLEBEND
FAST
SELTSAM, FAST KOMISCH
VERGISS
NICHT
ICH
HÖRE DEINE STIMME
NACH
DIR
UND
WENN ALLES VERGEHT
WENN
ES MICH NICHT MEHR GIBT
Wenn es mich nicht mehr gibt,
wenn der Regen auswäscht meine Schritt,
besteht meine Seele noch fort, um zu leben,
um dich weiter zu lieben und bewundernd hochzuheben.
Um
dich in deiner Trauer zu begleiten,
um nach jeder deiner Träne dir wohl zu bereiten,
um für dich Übel und Lüge zu verhindern,
um deine Einsamkeit in der Nacht zu lindern.
Um
dich erneut aufzurichten und zu erheben,
um in deinen Träumen sie wie Balsam sei zu erleben,
um dir Lachen zurückzugeben, damit du wieder kannst dem Glücke
streben,
um das Leben bis zum letzten Moment auszuleben.
Um
zu verstehen, dass das Leben sich im Kreise dreht,
um zu erleben, dass auch Glück, Angst und Leid besteht,
damit das vergilbte Bild von jenem, der nicht mehr unter uns weilt
lebendig, und nicht nur Erinnerung bleibt.
Um
leben zu lernen mit dem, was war,
dass Wirklichkeit nicht das ist, was uns schien als wahr,
damit alles Schöne aus dem gestrigen Tag
für immer tief in uns leben mag.
Wegen mir, wegen dir, mache weiter,
weil nur so lebe auch ich heiter,
die Welt mit deinen Augen teilend,
mit dir in deinen Träumen weilend."
b
MEIN
KLEINER ENGEL
Ich
bin wieder hier, der Regen fällt
Ich flüstere dir leise zu, so still es geht
Ich erinnere dich zärtlich an unser morgen
An unsere Träume, wo unsere Zukunft war verborgen,
Welche es nicht mehr gibt bestimmt
Es bleibt nur noch die Zeit, welche alles nimmt
Alles, außer dich,
Mein kleiner Engel.
Der
Grabstein und Name dein
Alles starb, was war mein
Es bleiben nur leere Morgengrauen
Und viele, schwere Fragen, die sich aufstauen
Warum ausgerechnet du
Warum ausgerechnet unser Schatz im Nu
Und sich jetzt halten an welchen Stengel,
Mein kleiner Engel?
Ich
stehe am Ende deines Weges hier,
Während die Seele sanft durch die Vergangenheit herumirrt mir
Habe keine Kraft für das letzte Auf Wiedersehen
Ich weine still, als ob ich jetzt würd´ mit dir gehen,
Als ob du wärest in meinen Händen,
Als ob hier würde unsere warme Wohnung enden.
Und wie soll es weitergehen, in diesem Welten Gedrängel,
Mein kleiner Engel?
b
MEIN LIEBER GOTT, SAG DU MIR
Die Lichter der verträumten Stadt in der Nacht
Die Straßen leer, niemand zu sehen,
Während die Moral langsam mit dem Willen einen Absturz macht
Und der Glaube Hand in Hand mit der Verzweiflung ist am schlafen
gehen.
Ich
schreite langsam, wie ein Soldat bei der Wache
Die Lampe blinkt, als ob sie auf mich warten muss
Mein lieber Gott, sag du mir, was ich hier mache
Wohin trägt mich dieser trübe Fluss?
Sag
mir, ob es hier Leute gibt noch immer,
Die nicht sich selbst entsagten
Oder hat auch sie die Flut fortgeschwemmt auf nimmer,
Während sie sich müde auf deine Ankunft plagten?
Sag
mir, ob ich ein Heim habe noch immer,
Wenn sie Morgens aufwacht, ob sie die Meine ist
Ich spüre, es wird immer schlimmer
Und dann urteile auch du, egal wer du bist.

NUR SO DAHINLEBEND
Ich
betrachte die Regentropfen
Wie sie ständig am Fenster entlang fließen
Alleine
Und denke nach
Wie manchmal
Alles schief läuft
Aus bestem Willen heraus
Alles sich verkehrt
Und das Leben plötzlich stehen bleibt
Und
dann kann man alles versuchen
Man kann päpstlicher sein als der Papst
Man kann die geliebte Frau in den Himmel erheben
Allen Hilfe leisten, die ihrer streben,
Aber umsonst
Immer sind falsch die Zeit und der Ort
Immer fehlt das gewisse Etwas dort
Damit es kehrt zum Besseren fort.
Nur
so dahinlebend
Entsagt man allem, in Leichtigkeit schwebend
Verkauft seine Vernunft, Seele und Träume
Für einen Blitz von Hoffnung und Freude neue.
Nur
so dahinlebend
Sünde ich, wie jeder diese begehend,
Aber nur meine werden nicht nichtig
nur meine sind Gott wichtig.
b
FAST SELTSAM, FAST KOMISCH
Fast seltsam, fast komisch
In diesem wahnsinnigen Strudel der Leidenschaften
Versuche ich wieder, uns zu erkundschaften,
Fast
schmerzhaft, fast zärtlich
In Dunkelheit der Ecke versteckter Ehre
Mit der Tapferkeit eines Kindes ich die Rettung erwähre
Und
die Nächte und das Gesöff den Willen verstreuen
Die Einsamkeit den Sieg feiert erneut
Erinnerst du dich noch an uns heut´?
Warum
finde ich keine Bessere als du es bist
Sinnloser Trotz, widersetzend sich der Wirklichkeit
Jeder Anfang ist die richtige Zeit.
Fast
seltsam, fast komisch
Wie viel Schmerz ein Ende bereitet
Wenn sich die Wirklichkeit vor einem ausbreitet.
Fast
schmerzhaft, fast zärtlich
Wie sehr nur der Schein so matt wie im Keller
Wenn man um einen Schritt von den Träumen ist schneller.

back
EIN REGENTAG
Ein
Regentag beginnt
Düster
Stehe auf hoffnungslos
Müde
Vom Leben ohne dich.
Es
gibt weder Beginn noch ein Schluss
In dieser Geschichte ohne Schönheit und Glanzerguss
Nur Übelkeit, wenn ich mich erinnere an dich
Nur Bitterkeit, wenn ich betrachte mich.
Wie
soll ich überwinden den Schmerz
Wenn Liebe noch ist in meinem Herz
Für einen Moment vergesse ich bieder
Dann bete ich wieder
Dich zu sehen
Obwohl sich Scham mir einschlich
Für uns und für mich
Und wie zu finden Heil
In dieser
Falschen Weil?
b
VERGISS
NICHT
Vergiss nicht
Dein Scheiden
Ändert nichts
Zwischen uns…
Außer uns.
Vergiss
nicht
Sanft zu weinen
Ziellos hoffnungsvoll
Zu küssen toll
In den frühen Morgenstunden
Stolz manch Gläschen zu munden
Und zu schaukeln in der Traumwiege
Über Liebessiege.
Vergiss
nicht
Man verschmerzt nur fest beharrlich
Wenn man liebt wahrlich
Niemand lernt auf Dauer
An eigener Trauer
Nur Erinnerungen sich beleben
Mit welchen wir nicht zu wissen begeben
Wohin.
Vergiss
nicht
Dein Scheiden
Ändert nichts
Zwischen uns…
Außer uns.
b
ICH HÖRE DEINE STIMME
Ich höre deine Stimme
Von der Ferne man Weinen vernimmt
Weißt du bestimmt,
Dass alles stärker ist als ich
Alles,
Traumtropfen auf dem Glücksfelsen
Geflüster, welche die Vergesslichkeit nicht will bremsen
Ein abgeworfenes Ego im Dunkel des Willens
Es konnte besser sein. Diese Pointe mich schmerzt üblen Sinnens.
Ich höre deine Stimme…
b
NACH
DIR
Nach
dir kein Leben mehr existiert
Nur Trauer, die die Reste poliert
Mit der Verzweiflung eines verlassenen Kindes frage
Bloß, dass es heute etwas mehr Schmerz entsage.
Bloß
damit der Morgen endlich graut
Bevor auch mein letztes Bollwerk abflaut
Bevor ich mir selbst und Gott werd´ eingestehen,
Dass es so nicht mehr weiter kann gehen.
Und
wenn ich einmal auch dazu die Einwilligung gebe,
Wenn ich mich auch noch in diesen Schlamm begebe
Welchen Epitaph ich auf die Seele soll erheben
Und wem ich diese letzte Nachricht muss übergeben.

UND WENN ALLES VERGEHT
Und
wenn alles vergeht,
Wenn ohne mich der Tag verweht,
Wenn dein Gedanke in einen leeren Traum dahinschwebt
Ohne mich
Erinnere dich.
Und
wenn alles vergeht,
Wenn die Leute sich an mich erinnern kaum,
Wenn du aufwachst aus einem schweren Traum
Ohne mich
Erinnere dich.
Erinnere
dich, wie schwer es ist, sich der Liebe hinzugeben
Wie es ist, wenn andere dein Leben ausleben
Erinnere dich, wie wir vergeblich träumten
Erinnere dich, wie wir Bewunderung und Hass nicht zu spüren versäumten.
Und
wenn alles vergeht,
Wenn du den Geruch meines Körpers vergisst,
Wenn du wieder ein Leben neben einem anderen vermisst
Ohne mich
Erinnere dich.
Und
wenn alles vergeht,
Wenn du die Kraft findest, die Orte zu sehen,
Die unsere sind, rein und heilig stehen
Ohne mich
Erinnere dich.
